Care-Arbeit ist unverzichtbar. Sie ist der Kitt in unserer Gesellschaft, sie hält uns als Gesellschaft zusammen. Care-Arbeit ist ein entscheidender Faktor für unseren Lebensstandard und unsere Lebensqualität.
Care-Arbeit bedeutet: Betreuungs-, Sorge- und Pflegearbeit für Kinder, für unterstützungsbedürftige Erwachsene und für alte Menschen.
Frauen leisten bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit
Ein Grossteil der Care-Arbeit wird in den Familien geleistet, unbezahlt. Die ökonomische Bedeutung dieser unbezahlten Familien- und Hausarbeit ist gross: 9,2 Milliarden Stunden waren es im Jahr 2016 in der Schweiz. Das ist mehr als für bezahlte Arbeit aufgewendet wurde (7,9 Milliarden Stunden).
Wer heute unbezahlte Care-Arbeit leistet, nimmt eine Reihe von Nachteilen für seine soziale Absicherung nach der Pensionierung in Kauf. Die Nachteile sind teilweise beträchtlich und haben langfristige Folgen.
Es gibt auch professionelle Care-Arbeit, etwa in Kitas, Spitälern und Pflegeheimen. Die Löhne dafür sind niedrig. Die schlechte Bezahlung betrifft insbesondere Frauen, denn sie sind vorwiegend in diesen Bereichen tätig.
Weil Frauen viel Zeit in bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit investieren, verfügen sie insgesamt über 100 Milliarden Franken weniger Einkommen als Männer.
Wichtig für unseren Wohlstand, aber wenig Wertschätzung
Die genannten Zahlen zeigen: Unsere Wirtschaft und der Wohlstand sind nur dank dieser Care-Arbeit möglich. Und gleichzeitig haben sie keinen realen wirtschaftlichen Wert. Das darf nicht länger sein! Auch im Kanton Zug braucht es neue Wege des Wirtschaftens und Arbeitens, um komplexe Themen wie die Care-Arbeit und ihre Auswirkung auf die Altersvorsorge voranzubringen.
Nutze deine Stimme bei den Erneuerungswahlen am 4. Oktober 2026 und wähle Personen, welche sich diesem Thema konkret annehmen.