Politisches Engagement

Für mehr Vielfalt in der Politik

Helvetia muss noch lauter rufen 

Aus Frauensicht brachten die Gesamterneuerungswahlen vom 2. Oktober 2022 nicht die erhofften Resultate. Mit Frauenanteilen zwischen 28 und 33 Prozent in den politischen Gremien gehört der Kanton Zug in Sachen politischer Gleichstellung zu den Schlusslichtern. Die Frauenzentrale Zug ist weiterhin bestrebt, das zu ändern.

Frauenzentrale lässt nicht locker

Nach den Wahlen zeigt sich nun: Frauen und Männer sind in den politischen Gremien zahlenmässig weiterhin ungleich vertreten. «Der Ruf von Helvetia war zu schwach, sie muss noch lauter rufen», bilanziert Heidi Hauenstein-Ringger, Präsidentin der Frauenzentrale Zug. «Obwohl über den ganzen Kanton verteilt fast 160 Frauen für die vielen Ämter kandidierten, ist das Resultat insgesamt eher ernüchternd. In den meisten Räten hat sich aus Frauensicht zu wenig bewegt.» Ein erfreulicher Lichtblick sei die Tatsache, dass mit Laura Dittli eine zweite Frau in den Regierungsrat einziehe, die ausserdem die jüngeren Generationen repräsentiere und auch bei diesem Aspekt mehr Vielfalt in die Regierung bringe. Für Hauenstein steht fest: «Es braucht das Engagement der Frauenzentrale Zug weiterhin. Wir dürfen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen.»

 

Mehr Frauen auf die Listen

Unter diesem Gesichtspunkt freut es die Frauenzentrale Zug, dass die überparteiliche Bewegung «Helvetia ruft!» bereits jetzt ihre Kampagne für die nationalen Wahlen im Oktober 2023 lanciert hat. Dabei wurden die Parteipräsidien zur einer historischen Wette herausgefordert. Ziel ist eine repräsentative, demokratische Vertretung von Frauen und Männern im Schweizer Parlament. Hauenstein: «Je lauter und flächendeckender Helvetias Ruf im Land ertönt, desto besser stehen die Chancen für eine gleichberechtigte und ausgewogene Demokratie, auch in den Kantonen.»

Die Frauenzentrale Zug ihrerseits hat ganz klar die nächsten Gesamterneuerungswahlen im Visier. Gemeinsam mit den kantonalen Parteien wollen die Verantwortlichen für einen nächsten Frauenschub sorgen und die Kandidatinnen fundiert auf den nächsten Wahlkampf vorbereiten. Die Bestrebungen zielen darauf ab, noch mehr Frauen auf die Listen zu bringen und ihnen die guten Listenplätze zu überlassen. Denn nur so werden sie letztlich auch gewählt.

Seit ihrer Gründung setzt sich die Frauenzentrale Zug für Geschlechtervielfalt in der Politik ein. Sie tut dies im Sinne aller Zugerinnen und Zuger, werden in den kantonalen und kommunalen politischen Gremien doch Entscheidungen für das gemeinschaftliche Zusammenleben aller getroffen.


Wir unterstützen SIE!

  

www.frauenzug.ch 

Die Frauenzentrale Zug engagiert sich für mehr Vielfalt in der Politik!

Die Auswahl an kompetenten Kandidatinnen ist enorm - wir unterstützen SIE!

Kandidatinnen der Gesamterneuerungswahlen vom Herbst 2022.

Helvetia ruft! ZUG - für mehr Vielfalt in der Politik

 

Dieses Video hat die Frauenzentrale Zug in Zusammenarbeit mit alliance f realisiert. Produziert wurde das Video von Dalia Bohn Photography.

 

Unsere Projektträgerinnen: 

SP - Kantonsrätin Virginia Köpfli 

FDP - Gemeinderätin Claudia Benninger Brun 

ALG - Kantonsratspräsidentin Esther Haas 

Die Mitte - Kantonsrätin Mirjam Arnold-Herrmann

Die Kampagne «Helvetia ruft! Zug» enthält verschiedene Massnahmen:

  • Es stellen sich möglichst viele Frauen zur Wahl.
  • Neu kandidierende Frauen bekommen mindestens die gleich guten Listenplätze wie neu kandidierende Männer.
  • Nach Erscheinen der Wahllisten wird ausgewertet, wie chancenreich die Listenplätze der Frauen sind.
  • Die Kandidatinnen werden bekannt gemacht.
  • Die Zuger Bevölkerung wird aufgefordert, Frauen zu wählen.
  • Die Kandidatinnen werden mithilfe eines Empowerment-Programms für ein politisches Mandat fit gemacht.

Von Geschlechtervielfalt in der Politik profitieren alle Zuger*innen. Denn in der Politik werden die Entscheidungen für das gemeinschaftliche Zusammenleben getroffen und umgesetzt. Wir freuen uns, wenn die Zuger Bevölkerung im Herbst 2022 ihre Wahl trifft.

In Zusammenarbeit mit