Politisches Engagement

Mit diesem Slogan engagiert wir uns für die Gesamterneuerungswahlen im Herbst 2026:

«Frauen wählen, Vielfalt leben – 
Kompetenz kennt keine Grenzen.» 

Begrenzungen akzeptieren oder Grenzen erweitern? 

Obwohl Frauen die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, sind sie in den meisten politischen Gremien untervertreten. Eine Folge davon ist, dass sich die Vielfalt der Bevölkerung  nur sehr begrenzt in den politischen Entscheidungen widerspiegelt.

Doch wie das Zugerland von morgen aussieht, wird heute in der Politik verhandelt. Hier drei Beispiele:

Wie soll das Zugerland von morgen aussehen bezüglich ...

Gewalt hat verschiedene Formen und kann alle betreffen. Fast die Hälfte aller Gewaltstraftaten geschieht zu Hause, in der Ehe, in der Partnerschaft und Familie.

Das bedeutet in Zahlen:

  • Alle zwei Wochen stirbt eine Person infolge häuslicher Gewalt; durchschnittlich 25 Personen pro Jahr. Davon sind 75 Prozent Frauen und Mädchen, 25 Prozent Männer und Jungen.
  • Rund 40 Prozent der polizeilich registrierten Straftaten passieren im häuslichen Bereich. Über 70 Prozent der gewaltbetroffenen Personen sind Frauen und Mädchen.
  • Auch Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko, häuslicher Gewalt ausgesetzt zu sein.

Die Istanbul-Konvention ist ein Übereinkommen des Europarats, das Frauen und Mädchen vor verschiedenen Formen von Gewalt schützt. Am 1. April 2018 ist die Konvention in der Schweiz in Kraft getreten.

Am 11. November 2025 wurde die erste nationale Präventionskampagne gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt lanciert. Im Kanton Zug braucht das Thema „Gewalt an Frauen und Mädchen“ in den politischen Gremien mehr Gewicht.

Nutze deine Stimme bei den Erneuerungswahlen am 4. Oktober 2026 und wähle Personen, welche sich diesem Thema konkret annehmen.

Care-Arbeit ist unverzichtbar. Sie ist der Kitt in unserer Gesellschaft, sie hält uns als Gesellschaft zusammen. Care-Arbeit ist ein entscheidender Faktor für unseren Lebensstandard und unsere Lebensqualität.

Care-Arbeit bedeutet: Betreuungs-, Sorge- und Pflegearbeit für Kinder, für unterstützungsbedürftige Erwachsene und für alte Menschen.

Frauen leisten bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit

Ein Grossteil der Care-Arbeit wird in den Familien geleistet, unbezahlt. Die ökonomische Bedeutung dieser unbezahlten Familien- und Hausarbeit ist gross: 9,2 Milliarden Stunden waren es im Jahr 2016 in der Schweiz. Das ist mehr als für bezahlte Arbeit aufgewendet wurde (7,9 Milliarden Stunden).

Wer heute unbezahlte Care-Arbeit leistet, nimmt eine Reihe von Nachteilen für seine soziale Absicherung nach der Pensionierung in Kauf. Die Nachteile sind teilweise beträchtlich und haben langfristige Folgen.

Es gibt auch professionelle Care-Arbeit, etwa in Kitas, Spitälern und Pflegeheimen. Die Löhne dafür sind niedrig. Die schlechte Bezahlung betrifft insbesondere Frauen, denn sie sind vorwiegend in diesen Bereichen tätig.

Weil Frauen viel Zeit in bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit investieren, verfügen sie insgesamt über 100 Milliarden Franken weniger Einkommen als Männer.

Wichtig für unseren Wohlstand, aber wenig Wertschätzung

Die genannten Zahlen zeigen: Unsere Wirtschaft und der Wohlstand sind nur dank dieser Care-Arbeit möglich. Und gleichzeitig haben sie keinen realen wirtschaftlichen Wert. Das darf nicht länger sein! Auch im Kanton Zug braucht es neue Wege des Wirtschaftens und Arbeitens, um komplexe Themen wie die Care-Arbeit und ihre Auswirkung auf die Altersvorsorge voranzubringen.

Nutze deine Stimme bei den Erneuerungswahlen am 4. Oktober 2026 und wähle Personen, welche sich diesem Thema konkret annehmen.

Die Bundesverfassung sagt in Artikel 8, dass Mann und Frau gleichberechtigt sind. Sie führt weiter aus, dass dies vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit gilt. Mann und Frau haben Anspruch haben auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

Aber, Achtung: Der aktuelle Lohnunterschied beträgt gemäss der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (2022) 12 %.  

Dieser Lohnunterschied ist illegal und läuft dem in der Bundesverfassung festgehaltenen Gleichstellungsgesetz zuwider.

Die Lohngleichheit ist auch heute, 27 Jahre nach Inkrafttreten der Bundesverfassung, noch nicht umgesetzt. Es braucht immer noch:

  • Eine gerechte Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit
  • Eine gerechte Verteilung und/oder Vergütung von Care-Arbeit
  • Bezahlbare externe Kinderbetreuung
  • Neue Arbeitszeitmodelle

Strukturelle Benachteiligungen müssen wir gemeinsam aus der Welt schaffen, indem wir

  • Einfluss auf die Politik nehmen
  • Unsere Rollenbilder in der Gesellschaft verändern und
  • Unsere Entscheidungen mit Bedacht treffen, denn auch diese beeinflussen, wie wir im Alter leben.

Leider ist gerade jungen Frauen oft nicht bewusst, dass sie spätestens bei der Familiengründung und dem oft damit verbundenen (Teil-)Rückzug aus dem Arbeitsleben die Weichen in eine Richtung stellen, die ihnen später schaden wird.

Auch im Kanton Zug sind wir bezüglich gleichen Lohns für gleiche Ausbildung, Erfahrung und Arbeit noch nicht am Ziel.

Nutze deine Stimme bei den Erneuerungswahlen am 4. Oktober 2026 und wähle Personen, welche sich diesem Thema konkret annehmen.

Nutze deine Stimme ...

Kampagne 2026

... und werde Teil der Bewegung

Die Frauenzentrale ist überzeugt: Je mehr Vielfalt in der Diskussion, umso tragfähigere und weitsichtigere Entscheide werden gemacht. Mehr Frauen in politischen Gremien fördert die Innovationen, stärkt die Zusammenarbeit und hilft, gemeinsam komplexe Probleme schneller zu lösen.

Gemeinsam Grenzen verschieben

Veränderung geschieht nicht von allein. Sie beginnt auf den Wahllisten und an der Urne. 

  • Gehe wählen: Mache deine Stimme geltend und unterstütze Kandidatinnen, die deine Werte teilen.
  • Vernetze dich: Werde Teil eines starken Netzwerks aus engagierten Frauen, die sich gegenseitig fördern.
  • Wo findest du Gruppen, welche deine Werte vertreten? Vielleicht ist es der Quartierverein, die Eltern-Lehrer:innen-Gruppe in der Schule deiner Kinder oder im Koch-Club? Frage nach, wie du dich (unverbindlich) einbringen kannst. Lerne Leute kennen, sammle Erfahrungen - Schritt für Schritt.
  • Zeige Flagge: Sprich mit anderen darüber (z.B. deinen Freundinnen, deiner Nachbarin, den Kolleginnen im Sport oder der Kita) und wecke ein Bewusstsein für die Bedeutung von Vielfalt und ausgeglichener Geschlechterverteilung in der Politik.

 

Das Zugerland von morgen wird im Oktober gewählt: 

Geh wählen, bring dich ein und hilf mit, unsere Grenzen neu zu definieren! 

Das ABC der Politik

 

Das «ABC der Politik» ist die überarbeitete Version unseres ehemaligen Handtaschenlexikons aus dem Jahre 2006. Das Nachschlagewerk umfasst wichtige, leicht verständlich erklärte Ausdrücke rund um die politischen Rechte und das System der direkten Demokratie im Kanton Zug und in der Schweiz.
Das Lexikon wird an politisch interessierte Personen sowie an Bildungsinstitutionen im Kanton Zug und der ganzen Schweiz verteilt. Fall du gerne Exemplare möchtest oder wir diese an Fachpersonen aus deinem Umfeld senden sollen, melde dies bitte an info@frauenzentralezug.ch.
Ab 5 Exemplaren verrechnen wir einen Unkostenbeitrag von Fr. 5.- pro Stück für unseren Verein - besten Dank für deinen Support! 

Das ABC der Politik Foto

Wir senden dir sehr gerne dein eigenes Exemplar, bitte Mail an: info[at]frauenzentralezug.ch