Rückblick Tag der Frau 2018

Der Vorstand der Frauenzentrale Zug lud seine Mitglieder und Interessierte zum World-woman-café: "Was sind die verschiedenen Hüte, die wir Frauen tragen", an den Tirolerweg 8 in Zug ein.

Der Vorstand der Frauenzentrale Zug lud seine Mitglieder und Interessierte zum World-woman-café: „Was sind die verschiedenen Hüte, die wir Frauen tragen“; an den Tirolerweg 8 in Zug ein.

 

Frau Landammann Manuela Weichelt-Picard begrüsste die Anwesenden mit einem interessanten Einstiegsreferat, bei welchem sie anhand von Beispielen aus der Politik, sowohl lokal wie auch national und international, aufzeigte, wie Frauen im Vergleich zu Männern unterschiedlich beurteilt werden. Dass oft Äusserlichkeiten bei Frauen viel stärker gewichtet werden und die Leistungen in der Sache in den Hintergrund rücken und zu wenig Beachtung erfahren.

 

Im Anschluss folgte ein World-woman-café zum Thema Rollen, geführt von Frau Sonja Hurter. Die anwesenden Frauen hatten die Gelegenheit, die verschiedenen Rollen, welche sie täglich inne haben, auf eine spielerische und unterhaltsame Art zu reflektieren. Einerseits die Vielfalt, sowohl beruflich als auch in der Rolle der Familienfrau, und andererseits welche Rollen mehr oder weniger gegeben sind und welche freiwillig gewählt werden können.

 

Abgerundet wurde der Abend von einer Einheit Qi Gong. Dabei konnten all diese Erkenntnisse in positive Energie umgewandelt werden, um sich weiterhin für eine gleichwertige Rolle der Frau in der Gesellschaft einzusetzen.

 

Geschichtliches und Aktuelles

Der Tag der Frau entstand bereits 1914 (also während dem ersten Weltkrieg) aus der Initiative sozialistischer Organisationen für die Rechte, Wahlrechte und Emanzipation der Arbeiterinnen. Später wurde der Internationale Tag der Frau von den vereinten Nationen zum Tag der Frauenrechte und des Weltfriedens erkoren. (Nicht zu verwechseln mit dem Equal Pay Day, welcher dieses Jahr auf den 24. Februar fiel: Bis zu diesem Tage arbeiten Frauen gratis, während Männer für gleichwertige Arbeit bereits seit dem 1. Januar Lohn erhalten. Im Vergleich zu Männern verdienen die Frauen, für die gleiche Arbeit mit gleichem Ausbildungshintergrund, noch immer weniger.)

 

Der Ständerat ist am Mittwoch, 28. Februar 2018, auf die Revision des Gleichstellungsgesetzes eingetreten. Jedoch hat er mit der Detailberatung nicht begonnen, sondern vielmehr die Vorlage mit 25:19 bei einer Enthaltung an die vorberatende Kommission, die Kommission für Wissenschaft, Bildung Kultur (WBK-S), zurückgewiesen; verbunden mit dem Auftrag, „Alternativen zu prüfen, insbesondere auch Modelle der Selbstdeklaration“. Was heisst das nun konkret, wie geht es weiter?

 

Die Frauenzentrale sieht dies als Auftrag, sich weiterhin für ein gleichwertiges Zusammenleben von Frau und Mann in Wirtschaft und Politik einzusetzen.